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News vom Wochenende : Hongkonger Aktivist Joshua Wong vor Deutschland-Reise festgenommen

News vom Wochenende : Hongkonger Aktivist Joshua Wong vor Deutschland-Reise festgenommen




Die Meldungen im Kurz-Überblick:Hongkonger Aktivist Joshua Wong vor Deutschland-Reise festgenommen (15.31 Uhr)Hessische Polizeianwärter wegen rassistischer WhatsApp-Nachrichten entlassen (13.25 Uhr)Habeck will Huawei bei 5G-Ausbau ausschließen (11.33 Uhr)Johnson will lieber “tot im Graben liegen”, als Brexit zu verschieben (9.21 Uhr)Israel beschießt erneut Hamas-Ziele (9.02 Uhr)Online-Firma verklagt Kollegah auf Schadenersatz (6.37 Uhr)Trump sagt Gespräche mit Taliban ab (5 Uhr)Die News des Tages im stern-Ticker:+++ 16.57 Uhr: Kirchenprotest in Äthiopiens Hauptstadt gegen Homosexualität +++In Äthiopien macht eine orthodoxe Kirche Stimmung gegen Homosexuelle. Bei einer Kundgebung mit Hunderten Teilnehmern in Addis Abeba warnte Dereje Negash von der Mahibere-Weyniye-Abune-Teklehaimanot-Kirche vor einer schleichenden “Infiltrierung und Rekolonisierung” des afrikanischen Landes. Seine Kirche werde sich dagegen “mit allen Mitteln” wehren. “Wir erleben Ausländer, die durch Politik, Technologie und (Entwicklungs-)Hilfe versuchen, Homosexualität zu verbreiten”, sagte er. In Äthiopien mit seiner tiefreligiösen Bevölkerung stehen auf homosexuelle Handlungen Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.+++ 16.24 Uhr: Mugabe soll kommenden Sonntag in Simbabwe beigesetzt werden +++Simbabwes langjähriger Präsident Robert Mugabe soll am kommenden Sonntag in seiner Heimat beigesetzt werden. Wie das Präsidialamt in Harare mitteilte, wird die Überführung des Leichnams am kommenden Mittwoch erwartet. Der 95-jährige Ex-Präsident war am Freitag in einem Krankenhaus in Singapur gestorben. Für Samstag sei eine offizielle Trauerfeier geplant, sagte der Sprecher des Präsidialamts, George Charamba. An welchem Ort Mugabe beigesetzt werden soll, konnte er noch nicht mitteilen. Dies werde durch Mugabes Familie entschieden, sagte Charamba.    Der einstige Freiheitskämpfer Mugabe regierte das Land im Süden Afrikas von 1980 bis 2017 mit harter Hand. Er hatte das ehemalige Südrhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien führte. Er war zunächst Regierungschef, bevor er 1987 Präsident wurde. Seine Gegner warfen ihm einen autoritären Regierungsstil vor und machten ihn für jahrzehntelange Misswirtschaft verantwortlich. Nach fast vier Jahrzehnten an der Macht wurde er im November 2017 vom Militär zum Rücktritt gezwungen.Robert Mugabe ist tot_11.00+++ 15.31 Uhr: Hongkonger Aktivist Joshua Wong vor Deutschland-Reise festgenommen +++Der bekannte Hongkonger Aktivst Joshua Wong ist erneut von der Polizei festgenommen worden. Wie Wong über seinen Anwalt auf Twitter mitteilen ließ, wurde er von Beamten am Flughafen festgesetzt. Demnach wird dem 22-Jährigen vorgeworfen, seine Kautionsbedingungen verletzt zu haben. Wie die “Bild”-Zeitung berichtete, war Wong auf dem Weg nach Deutschland, wo er am Montagabend zu einem von der Zeitung organisierten Fest in Berlin eingeladen war.Wong ging laut der Twitter-Mitteilung davon aus, dass es sich bei der Festnahme um einen Fehler handele. Eine vorläufige Rechtsberatung habe ergeben, “dass das Gericht meine Reisen nach Deutschland und in die USA anerkannt und genehmigt hatte, als es am 30. August eine Kaution gewährte”, so Wong. Der Aktivist ging davon aus, am Montagmorgen nach einer Anhörung entlassen zu werden.Wong war Ende August für einige Stunden festgenommen und auf Kaution wieder entlassen worden. Ihm wie seiner Mitstreiterin Agnes Chow wird vorgeworfen, andere zur Teilnahme an einer illegalen Versammlung in der chinesischen Sonderverwaltungszone am 21. Juni animiert und selbst daran teilgenommen zu haben. Wong muss sich auch für die Organisation der Demonstration verantworten.   Angela Merkel Reise China_7.10Uhr+++ 15.28 Uhr: Fünf Tote in Nordkorea und drei Tote in Südkorea durch Taifun “Lingling” +++Der Taifun “Lingling” hat die koreanische Halbinsel heimgesucht und in Süd- und Nordkorea schwere Schäden angerichtet. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete von fünf Todesopfern in Nordkorea, in Südkorea verzeichnete der Katastrophenschutz drei Todesfälle. In Nordkorea wurden laut KCNA 460 Häuser und mindestens ein dutzend öffentlicher Gebäude zerstört oder stark beschädigt und 46.000 Hektar Ackerland verwüstet. In Südkorea wurden nach Angaben der Behörden 270 Flüge gestrichen, 30.000 Haushalte waren ohne Stromversorgung.    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un kritisierte die Chefs verschiedener Behörden, sie hätten sich unzureichend auf die Gefahren des herannahenden Taifuns vorbereitet. In Nordkorea ist die Versorgungslage schlecht. Naturkatastrophen, vor allem Überschwemmungen, können erhebliche Ernteausfälle und Hungersnöte zur Folge haben.+++ 15.13 Uhr: Rund 1500 Menschen infolge der Hitzewelle in Frankreich gestorben +++In Frankreich sind im Zusammenhang mit der Hitzewelle im Juni und Juli knapp 1500 Menschen gestorben. In gut der Hälfte der Fälle seien die Personen älter als 75 Jahre gewesen, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn dem Nachrichtensender Franceinfo. Rund zehn Menschen seien infolge der Hitze bei der Arbeit ums Leben gekommen, so Buzyn. Auch Kinder waren betroffen. Die Todeszahl liege damit aber weit unter der des Hitzesommers 2003, in dem nach Angaben des Senders rund 15 000 Menschen im Zusammenhang mit den heißen Temperaturen ums Leben kamen.Frankreich stöhnte in diesem Sommer unter zwei Hitzewellen. Ende Juni wurde mit 46 Grad der Temperaturrekord für das ganze Land gebrochen. Der Spitzenwert wurde im südfranzösischen Ort Vérargues im Département Hérault am 28. Juni gemessen. In mehreren Orten im Süden wurde zudem die 45-Grad-Marke geknackt. Seit dem Hitzesommer 2003 hat die französische Regierung zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen erlassen. +++ 14.18 Uhr: Mehr als 1000 Menschen bei der ersten Pride-Parade in Sarajevo +++Mehr als 1000 Menschen haben an der ersten Pride-Parade in der Geschichte Bosnien-Herzegowinas teilgenommen. Mitglieder der LGBT-Community – die Abkürzung steht für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender-Personen – zogen von der Ewigen Flamme in Stadtzentrum zum knapp zwei Kilometer entfernten Parlamentsgebäude. Sie skandierten Parolen wie “Die Stadt ist unser!” und “Das ist Stolz!”, wie das bosnische Nachrichtenportal “klix.ba” berichtete.Unter den Marschierenden war auch der US-Botschafter in Sarajevo, Eric Nelson, der sich zu seiner Homosexualität bekennt und mit seinem Partner zusammenlebt, sowie weitere westliche Diplomaten. Mit Bozo Vreco reihte sich einer der bekanntesten Sänger Bosniens in die Parade ein. Die Parade verlief ohne Zwischenfälle und größere Störungen. Ein massives Polizeiaufgebot schützte sie. Ultra-konservative Gruppen demonstrierten örtlich oder zeitlich versetzt. Unter den muslimischen Bosniaken, orthodoxen Serben und katholischen Kroaten des Balkanlandes sind traditionelle Wertvorstellungen weit verbreitet. So gab es selbst in dem an sich weltoffenen Sarajevo Stimmen, die im Vorfeld gegen die Abhaltung der Pride polemisiert hatten. Die Stadt war bis zum Sonntag die letzte Hauptstadt im ehemaligen Jugoslawien, die noch keine Pride gesehen hatte. +++ 13.25 Uhr: Polizeianwärter wegen rassistischer WhatsApp-Nachrichten entlassen +++Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sechs mittlerweile entlassene hessische Polizeianwärter, weil sie rassistische Botschaften ausgetauscht haben sollen. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Wiesbaden am Sonntag. Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ) hatte zuvor berichtet, die Anwärter hätten während ihrer Ausbildung über eine WhatsApp-Gruppe Bilder herumgeschickt, “die mindestens menschenverachtend sind, zu großen Teilen aber vor allem rassistisch und antisemitisch”. Der Sprecher erklärte, mit der Entlassungsentscheidung habe eine Übernahme in den Landesdienst der Polizei sowie eine Verbeamtung ausgeschlossen werden sollen.In der hessischen Polizei hat es bereits mehrere Rassismus-Vorfälle gegeben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen suspendierte Beamte der Frankfurter Polizei, die sich ebenfalls über einen Messenger-Dienst beleidigende und fremdenfeindliche Bilder, Videos und Texte zugeschickt haben sollen.+++ 13.06 Uhr: “Spiegel”: Bundespolizei stellt Afghanistan-Mission vorerst ein +++Die Bundespolizei hat einem Bericht des “Spiegel” zufolge ihre Arbeit in Afghanistan vorerst eingestellt. Ein Großteil der deutschen Polizisten sei außer Landes oder nach Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans gebracht worden, berichtet das Nachrichtenmagazin ohne nähere Quellenangaben in seiner jüngsten Ausgabe. In Kabul seien nur noch wenige Bundespolizisten in einem Militärcamp am Flughafen untergebracht. Das deutsche Ausbildungsprojekt für die afghanische Polizei ruhe.    Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte dem “Spiegel”, dass die Bundespolizei ihr Büro nach einem Anschlag in der Hauptstadt Kabul geräumt habe. Die Sicherheitslage werde derzeit neu bewertet. Die “Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitsbehörden” werde geprüft.     Die radikalislamischen Taliban hatten am Montag vor einer Woche einen Anschlag auf das sogenannte Green Village im Osten Kabuls verübt, in dem Hilfsorganisationen und internationale Organisationen ansässig sind. Neben der Bundespolizei hat dort auch die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ihre Büros. Bei dem Anschlag wurden mindestens 16 Menschen getötet und 119 weitere verletzt.+++ 12.34 Uhr: Buschfeuer in Australien außer Kontrolle – Furcht vor “Brandsommer” +++Zum Beginn des Frühlings auf der südlichen Halbkugel und damit ungewöhnlich früh wüten im Osten Australiens zahlreiche Buschfeuer. Fast 1000 Feuerwehrleute seien in den Bundesstaaten Queensland und New South Wales im Einsatz, um die seit Freitag lodernden, fast 100 Brände zu bekämpfen, teilten die Behörden mit. Starke Winde hätten dazu beigetragen, dass sich die Flammen auf dem trockenen Boden ausbreiten konnten. Mehr als 20 Häuser und Farmen wurden den Angaben zufolge bereits zerstört. Berichte über Tote gab es zunächst nicht. Jackie Trad, die stellvertretende Regierungschefin von Queensland, bezeichnete diese früh beginnende Feuer-Saison als “nie dagewesen und  historisch”. Wissenschaftler hätten als Folge des Klimawandels vor häufigeren und heftigeren Bränden gewarnt. Der Winter war in Australien der sechstwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen und sehr trocken. Seit vier Jahren leidet der Kontinent zudem unter einer extremen Trockenheit.   Im nördlichen New South Wales kämpfte die Feuerwehr gegen Flammen in ländlichen Gegenden unter anderem um die Orte Tenterfield and Drake. “Einige dieser Feuer sind sehr groß, und ohne Regen in Sicht wird das ein sehr langer Kampf für die Feuerwehrleute”, sagte Anthony Bradstreet, Sprecher einer ländlichen Feuerwehr, ABC.+++ 11.33 Uhr: Habeck will Huawei bei 5G-Ausbau ausschließen +++In der Sicherheitsdebatte um den Telekomriesen Huawei hat Grünen-Chef Robert Habeck gefordert, die Chinesen beim Aufbau des superschnellen 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland auszuschließen. Stattdessen sollten europäische Firmen den Zuschlag erhalten. “Wir sollten da dem Beispiel der australischen Regierung folgen; sie hat Huawei nicht zugelassen. Nokia und Ericsson sollten das machen”, sagte Habeck der “Welt am Sonntag”. So könne eigenes europäisches Know-how entstehen.Der Grünen-Parteichef setzte hinzu, China habe ein Know-how in der künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung entwickelt, dem Europa noch nichts entgegensetzen könne. “Wenn wir chinesische Technik benutzen und Peking würde irgendwann entscheiden, über sie gegen unsere Interessen zu agieren, sind wir geliefert.” Es sei besorgniserregend, wie China weltweit eigene machtstrategische Interessen durchsetze.Die USA haben Sicherheitsbedenken gegen Technik des Huawei-Konzerns, der im Handelskrieg zwischen Washington und Peking zwischen die Fronten geraten ist. Aus Angst vor Spionage warnen die USA auch Deutschland und andere Länder davor, Telekomausrüstung von Huawei einzusetzen.Der Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, hatte jüngst vor einer Vermischung von technischen und politischen Fragen gewarnt. Für eine Analyse der Manipulationsfähigkeit eines Bauteils sei es “vollkommen egal, ob das Bauteil aus China, aus Korea oder aus Schweden kommt”, sagte Schönbohm Anfang August der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Beim Aufbau der superschnellen 5G-Netze gilt Huawei als weltweiter Technologieführer. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte bei einem China-Besuch Ende Juni betont, beim Ausbau des deutschen Mobilfunknetzes auf den 5G-Standard dürfe kein Unternehmen diskriminiert werden. Allerdings müssten alle beteiligten Firmen hohe Sicherheitsstandards erfüllen.+++ 10.52 Uhr: Söder trauert um seine Hündin +++Ministerpräsident Markus Söder trauert: Seine Hündin Fanny sei gestorben, teilte der CSU-Politiker am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit. Die Labradordame sei 12 Jahre Teil der Familie gewesen. “Wir werden sie sehr vermissen”, schrieb Söder zu einem Schwarzweiß-Bild mit ihm und der Hündin, das er in dem sozialen Netzwerk teilte. +++ 10.51 Uhr: Mugabe bekommt Heldenbegräbnis +++Simbabwes verstorbener Ex-Präsident Robert Mugabe soll am kommenden Sonntag auf einem Heldenacker beigesetzt werden. Nach Regierungsangaben vom Wochenende soll der Leichnam am Mittwoch aus Singapur kommend eintreffen, wo der umstrittene Langzeitherrscher am Freitag 95-jährig gestorben war. Beim Heldenacker handelt es sich um eine am Rande der Hauptstadt Harare gelegene Begräbnisstätte für die politische Führung des Landes, die sich im Befreiungskampf hervorgetan hat. Auch Mugabes verstorbene erste Frau Sally wurde dort beerdigt.+++ 10.34 Uhr: E-Autos und autonomes Fahren haben es in Deutschland laut Umfrage schwer +++Elektroautos und autonomes Fahren haben in Deutschland einen schweren Stand. Nach wie vor sind viele Menschen skeptisch gegenüber den beiden Zukunftstechnologien, wie eine Umfrage der Beratungsgesellschaft EY kurz vor der Automesse IAA in Frankfurt ergab. Dabei zeigt sich, dass vor allem drei klassische Probleme das Verbraucherinteresse weiter schmälern: Reichweite, Kosten, Ladenetz.Eine klare Mehrheit von 2500 befragten Erwachsenen findet E-Fahrzeuge zu unpraktisch und zu teuer. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Teilnehmer gaben an, dass die Stromer für sie derzeit keine Option sind. Dabei nannten 28 Prozent eine zu geringe Reichweite aktueller Modelle als Hauptgrund, 27 Prozent den vergleichsweise hohen Kaufpreis, 13 Prozent das noch dünne Ladenetz und 11 Prozent die langen Ladezeiten. Eine Konsequenz: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) will sich als nächstes Auto einen Benziner oder Diesel zulegen.Währenddessen erklärte nur etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten, Elektroautos interessant zu finden und selbst auch eines fahren zu wollen. 22 Prozent könnten sich dabei mit einem Hybridwagen anfreunden, lediglich 9 Prozent mit einem reinen E-Auto.Ohne größere Marktanteile für Elektrofahrzeuge sind die verschärften Klimaschutzziele der EU – zumal bei gleichzeitig anhaltendem Boom schwerer SUVs – nicht zu halten.+++ 10.12: Trotz Schwierigkeiten bei DNA-Analyse: Kriminelle Drillinge überführt +++Trotz Problemen bei der Zuordnung ihrer DNA sind eineiige Drillinge in Großbritannien nach einem vereiteltem, illegalem Waffengeschäft verurteilt worden. Auf einer beschlagnahmten Schusswaffe waren DNA-Spuren gefunden worden, die zu jedem der drei 28-jährigen Brüder passten, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Allerdings konnten die Ermittler aufgrund des so gut wie identischen Erbguts der Drillinge zunächst nicht feststellen, zu wem genau die DNA gehörte. Erst durch weitere Ermittlungen stellten Ermittler fest, dass alle drei in das Geschäft verwickelt waren.Polizisten hatten im April 2017 im Londoner Norden ein Taxi gestoppt und eine Uzi-Maschinenpistole, eine geladene Pistole sowie einen Schalldämpfer und Munition bei einem Kurier gefunden. Die Waffen waren den Angaben zufolge für einen als extrem gefährlich eingestuften 32-Jährigen gedacht. Staatsanwalt Kerry Broome bezeichnete die Uzi-Maschinenpistole als “außerordentlich gefährliche Feuerwaffe”, die maximalen, willkürlichen Schaden anrichten könne.Zwei der drei 28-Jährigen wurden am Freitag zu jeweils 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Der dritte Drilling musste sich zudem wegen eines Drogendelikts verantworten und hat nun 18 Jahre abzusitzen.+++ 9.54 Uhr: Papst warnt bei Messe vor Ausgrenzung und Egoismus +++Vor rund einer Million Gläubigen hat Papst Franziskus am Sonntag in Madagaskar vor sozialer Ausgrenzung und der Instrumentalisierung von Volkszugehörigkeit oder Religion für eigene  Zwecke gewarnt. Auf der zweiten Etappe seiner Afrikareise warb das Oberhaupt der katholischen Kirche auf einer nördlich der Hauptstadt Antananarivo gelegenen Freifläche für eine Kultur der Brüderlichkeit und des Miteinanders. Das Leid der Menschen sei nicht Gottes Plan.”Wenn die “Verwandtschaft” zum entscheidenden und maßgeblichen Schlüssel all dessen wird, was richtig und gut ist, führt dies schließlich dazu, dass einige Verhaltensweisen gerechtfertigt oder sogar “für heilig erklärt” werden, die zu einer Kultur des Privilegs und des Exklusivismus führen.” Es sei die Versuchung, sich in seine eigene kleine Welt zu verschließen, die wenig Raum für andere lasse.08-Rücktritt aus Protest gegen Premierminister Johnson-6084404526001+++ 9.21 Uhr: Johnsons Kabinett zeigt Zerfallerscheinungen +++Nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Amber Rudd wird in Großbritannien bereits über einen weiteren Zerfall des Kabinetts von Premierminister Boris Johnson spekuliert. Rudd hatte ihr Amt in der Regierung und ihre Fraktionsmitgliedschaft am Samstagabend aus Protest gegen den Brexit-Kurs Johnsons niedergelegt. Der Rücktritt der als gemäßigt geltenden Politikerin ist ein schwerer Schlag für den Regierungschef. Auch der Rauswurf von Abgeordnetenkollegen durch Johnson aus der Tory-Fraktion am Dienstag habe zu dem Schritt beigetragen. “Ich kann nicht zusehen, wie gute, loyale, moderate Konservative ausgeschlossen werden”, schrieb Rudd. Johnson hatte am Dienstag 21 Tory-Rebellen aus der Fraktion geworfen, die im Streit um den Brexit-Kurs des Premiers gegen die eigene Regierung gestimmt hatten. Darunter sind so prominente Mitglieder wie der Alterspräsident und ehemalige Schatzkanzler Ken Clarke und der Enkel des Kriegspremiers Winston Churchill, Nicholas Soames.Der Premier steht wegen seines harschen Vorgehens zunehmend in der Kritik. Am Donnerstag legte bereits sein Bruder, Jo Johnson, aus Protest sein Amt als Staatssekretär und auch sein Abgeordnetenmandat für die Tories nieder. Rudd galt einst als aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Regierungschefin. Sie hatte im Kabinett von Theresa May bereits den Posten der Arbeitsministerin inne. Auch das Innenministerium leitete sie zeitweise. Die proeuropäische Politikern galt zusammen mit anderen lange Zeit als Gegengewicht zu den Brexit-Hardlinern im Kabinett. Doch die meisten ihrer Mitstreiter waren nach der Wahl Johnsons zum Premierminister ausgeschieden. Trotzdem gelten einige Kabinettsmitglieder als Wackelkandidaten, die Rudd womöglich bald folgen könnten.Die Gegner eines britischen EU-Austritts ohne Abkommen bereiten sich indessen Medienberichten zufolge auf eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Regierung vor. Das berichteten unter anderen die TV-Sender BBC und Sky News am Samstag unter Berufung auf Parlamentskreise. Johnson hatte es mehrfach ausgeschlossen, bei der EU eine erneute Verschiebung des Brexit-Datums zu beantragen. Bislang ist der 31. Oktober vorgesehen. Lieber wolle er “tot im Graben liegen”, sagte er.Das am Freitag verabschiedete Gesetz gegen den ungeregelten EU-Austritt sieht jedoch vor, dass die Regierung eine Verlängerung der Brexit-Frist beantragen muss, wenn bis zum 19. Oktober kein Abkommen ratifiziert ist. Hellhörig wurden Johnsons Gegner, als er am Freitag Reportern sagte, das Gesetz sehe nur “theoretisch” eine Brexit-Verschiebung vor.Johnson hat versprochen, sein Land am 31. Oktober aus der EU zu führen, “komme, was wolle”. Er will am Montag im Unterhaus über eine Neuwahl am 15. Oktober abstimmen lassen, um das Gesetz mit einer Parlamentsmehrheit rechtzeitig noch einmal zu ändern. Doch die Opposition hat bereits klar gemacht, dass sie das nicht zulassen wird. Für eine vorgezogene Wahl ist die Zustimmung von zwei Dritteln aller Abgeordneten notwendig.Spekuliert wird nun, die Regierung könne mangels Alternativen versuchen, das Gesetz einfach zu ignorieren oder ein Schlupfloch zu finden, um es zu umgehen. Doch Experten warnten, Johnson könnte im Extremfall im Gefängnis landen, sollte er sich über das Gesetz stellen.+++ 9.02 Uhr: Israel beschießt erneut Hamas-Ziele +++Nach einem Drohnenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Armee in der Nacht zum Sonntag erneut Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer beschossen. Die Drohne sei am Samstag in den israelischen Luftraum eingedrungen und habe einen Sprengsatz auf ein Militärfahrzeug abgeworfen, teilte die Armee mit. Daraufhin hätten israelische Kampfjets mehrere militärische Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas angegriffen, darunter Ausrüstung der Marine. Es gab auf beiden Seiten keine Berichte über Opfer.Ein führendes Hamas-Mitglied schrieb nach dem Drohnenangriff auf Twitter: “Gestern habt ihr unsere Kinder in Gaza getötet, und heute reagieren unsere Helden.”Am Freitag waren bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche erschossen worden. Die beiden Palästinenser seien 17 und 14 Jahre alt gewesen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zudem seien mindestens 76 Palästinenser verletzt worden, davon 46 durch scharfe Munition.Militante Palästinenser feuerten anschließend fünf Raketen ins israelische Grenzgebiet, Israels Armee griff daraufhin mehrere Hamas-Stützpunkte an.+++ 9.01 Uhr: SPD pocht auf Begrenzung der Kosten für Pflegeheime +++Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer pocht auf eine Begrenzung der Kosten für Pflegeheime. Betroffene müssten die Sicherheit haben, sich Pflege auch leisten zu können, sagte Dreyer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. “Bisher ist es so, dass die Kostenbeteiligungen der Pflegebedürftigen nach oben nicht gedeckelt sind, der Anteil der Pflegeversicherung dagegen schon.”Die SPD-Fraktion im Bundestag hatte am Freitag ein Konzept beschlossen, in dem eine Deckelung der Eigenanteile für die pflegebedingten Kosten im Heim gefordert wird. Im Bundesdurchschnitt müssen die Betroffenen rund 1800 Euro aus eigener Tasche dazu zahlen.Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer sagte: “Steigende Pflegekosten etwa durch Tarifsteigerungen führen unmittelbar zu höheren Eigenanteilen der Pflegebedürftigen oder ihrer Angehörigen.” Sie begrüße den Vorschlag der Fraktion, diese Logik umzukehren. “Der Eigenanteil wird gedeckelt und steigende Kosten werden von der Pflegeversicherung übernommen.”+++ 8.53 Uhr: Hongkonger protestieren trotz Zugeständnissen der Regierung weiter +++Trotz Zugeständnissen der Regierung ist es in Hongkong am Wochenende erneut zu Protesten für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gekommen. Hunderte Demonstranten zogen am Sonntag zum US-Konsulat in der chinesischen Sonderverwaltungszone, um für Unterstützung der Amerikaner zu werben. Zuvor hatten Demonstranten am Samstag Einkaufszentren sowie U-Bahn-Stationen besetzt, wobei es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei der chinatreuen Regierung kam.Allerdings gab es zunächst deutlich weniger Gewalt als am vergangenen Wochenende, als in der früheren britischen Kronkolonie die bislang wohl schwersten Ausschreitungen der seit drei Monaten andauernden Proteste erlebt hatte.Als Zeichen der Entspannung in Richtung der Protestbewegung hatte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam am Mittwoch den Entwurf für ein umstrittenes Gesetz für Auslieferungen nach China komplett zurückgezogen, das die Proteste ursprünglich ausgelöst hatte. Mit dem formellen Rückzug erfüllt Lam eine Hauptforderung der Demonstranten. Aktivisten machten aber deutlich, dass ihnen das nicht reicht.+++ 8.30 Uhr: Schweigen bei den Grünen nach Özdemirs Ansage +++Auf die Ankündigung einer Kampfkandidatur des Grünen-Politikers Cem Özdemir um die Fraktionsspitze im Bundestag hat die Parteiführung zunächst mit Schweigen reagiert. Kein Spitzenpolitiker kommentierte öffentlich den überraschenden Schritt vom Samstag. Dabei müssen Partei- und Fraktionsführung nun dafür sorgen, dass das anstehende Ringen nicht den Wahlkampf vor der Landtagswahl Ende Oktober in Thüringen beeinträchtigt.Der frühere Parteivorsitzende tritt bei der Neuwahl des Fraktionsvorstands am 24. September im Team mit der Bremer Abgeordneten Kirsten Kappert-Gonther an. Das Bewerbungsschreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Sie wollen Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter ablösen, die erneut für die Doppelspitze kandidieren.”Wir sind überzeugt davon, dass ein fairer Wettbewerb der Fraktion gut tut – nach außen wie nach innen”, schreiben der 53-jährige Özdemir und die 52-jährige Kappert-Gonther in ihrer Bewerbung. Bis zur Bundestagswahl gehe es darum, auch als kleinste Fraktion im Parlament “mit neuem Schwung der Gegenpol einer schwachen Regierung zu sein”. Die beiden stellen darin klar, dass sie für den nächsten Wahlkampf im Bund keine Spitzenkandidatur anstreben. Dafür gelten Grünen-intern die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck als de facto gesetzt.Die Fraktionschefs werden zwar einzeln gewählt und nicht im Team, es muss aber mindestens eine Frau dabei sein. In der Regel sind auch beide Parteiflügel – Linke und sogenannte Realpolitiker – an der Spitze der Fraktion vertreten. Kappert-Gonther gehört wie Hofreiter zu den Parteilinken, Özdemir und Göring-Eckardt sind “Realos”.+++ 8.10 Uhr: Kanadas Umweltministerin wegen Anfeindungen unter Polizeischutz +++Wegen einer Welle von Beschimpfungen und Anfeindungen im Zusammenhang mit ihrer Klimaschutzpolitik hat die kanadische Umweltministerin Catherine McKenna Polizeischutz erhalten. “Der lautstarke Sexismus und die hasserfüllten Kommentare gegen die Menschen, die gegen den Klimawandel arbeiten, sind inakzeptabel”, erklärte McKenna am Samstag (Ortszeit) die für Kanada ungewöhnlichen Schutzvorkehrungen, die vorübergehend gelten sollen, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.    Die Ministerin wurde in jüngster Zeit immer wieder in Online-Netzwerken sowie auf offener Straße angefeindet. So berichtete McKenna unlängst, dass jemand sie aus einem Auto wüst beschimpft habe, als sie mit ihren Kindern vor einem Kino gestanden habe. In Online-Netzwerken wurde sie als “Klima-Barbie” oder gar “Volksfeindin” und “Müll” beleidigt.    In McKennas Verantwortung wurde Kanadas Klimaschutzziel festgelegt, den nationalen CO2-Ausstoß bis 2030 um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 zu verringern. Der Klimaschutz zeichnet sich bereits als besonders umstrittenes Wahlkampfthema vor der Parlamentswahl in Kanada im Oktober ab. +++ 7.16 Uhr: Interimschef der Atomenergiebehörde in Teheran eingetroffen +++Der Interimschef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Cornel Feruta, ist am Sonntag in Teheran eingetroffen. Angesichts des weiteren Teilausstiegs des Irans aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 stehen laut Nachrichtenagentur Isna Gerspräche mit Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, Atomchef Ali-Akbar Salehi sowie Sicherheitsberater Ali Schamchani auf der Agenda. Es ist das erste Mal seit fast zwei Jahren, dass ein IAEA-Chef den Iran besucht.Der Iran hatte am Samstag die dritte Stufe seines Teilausstiegs aus dem Wiener Vertrag begonnen. Im Zuge dessen will die iranische Atomorganisation (AEOI) an moderneren und schnelleren Zentrifugen arbeiten, um die Urananreicherung schneller und effektiver zu machen. In den ersten beiden Phasen des Teilausstiegs hatte die AEOI ihren Uranvorrat von den im Vertrag erlaubten 300 auf 357 Kilogramm sowie die Urananreicherung von 3,67 auf 4,5 Prozent erhöht. Alle drei Phasen verstoßen gegen den Wiener Vertrag. Der Anreicherungsgrad ist ein zentraler Punkt des Atomabkommens, das ein iranisches Atomwaffenprogramm verhindern soll. Für den Bau von Atombomben wird auf 90 Prozent angereichertes Uran benötigt. +++ 7.04 Uhr: Russland-Wahlen begonnen – Stimmungstest für Kremlchef Putin +++Nach den Massenprotesten gegen den Ausschluss Dutzender prominenter Oppositioneller haben in Moskau die Wahlen zum neuen Stadtrat begonnen. Die Wahllokale in der russischen Hauptstadt öffneten am Morgen (7.00 Uhr MESZ). Die Kremlpartei Geeintes Russland will ihren Machtanspruch verteidigten. Insgesamt gibt es Abstimmungen in allen 85 Regionen des Riesenreichs mit seinen 11 Zeitzonen. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest für Kremlchef Wladimir Putin und die Regierungspartei Geeintes Russland. Aussagekräftige Ergebnisse werden erst an diesem Montag erwartet.56 Millionen Wähler sind zur Stimmabgabe aufgerufen – das ist fast die Hälfte der Wahlberechtigten Russlands. Umfragen hatten für die Kremlpartei zuletzt massive Verluste vorhergesagt. Viele Menschen sind mit der wirtschaftlichen Lage des Landes unzufrieden. Sie beklagen einen Mangel an Arbeitsplätzen und niedrige Löhne. Im Vorfeld gab es für die Stadtratswahl in Moskau die größte Aufmerksamkeit. Nach dem Ausschluss vieler Oppositioneller wegen angeblicher Formfehler kam es zu massiven Protesten und Tausenden Festnahmen. Auch Deutschland hatte die Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten in Moskau kritisiert. Tausende Bürger hatten auch in vielen anderen Städten für faire und freie Wahlen demonstriert.Die bedeutendsten Wahlen laufen in 16 Regionen, in denen neue Gouverneure bestimmt werden. Abgestimmt wird zudem über ein neues Parlament auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Der Urnengang wird international nicht anerkannt, weil das Gebiet laut Völkerrecht zur Ukraine gehört. Die EU und die USA haben gegen Russland wegen der Annexion der Krim Sanktionen verhängt. Insgesamt gibt es fast 6000 Abstimmungen auf verschiedenen Ebenen.+++ 6.37 Uhr: Online-Firma verklagt Kollegah auf Schadenersatz +++Eine Dresdner Online-Handelsfirma hat  Rapper Kollegah auf 250 000 Euro Schadenersatz verklagt. Das Düsseldorfer Landgericht will den Streit am kommenden Mittwoch verhandeln. Das Unternehmen habe mit Kollegah alias Felix Blume einen Lizenzvertrag abgeschlossen und Produkte für dessen Marke “Deus Maximus” vertrieben, argumentiert die Klägerin. Im Gegenzug habe Kollegah die Produkte beworben. Ende 2017 habe der Rap-Star die Werbung auf seinen Social-Media-Kanälen aber eingestellt. Im Januar 2018 habe er ein anderes Unternehmen unterstützt, das Produkte mit der Marke verkauft habe. Die Dresdner Firma gibt an, deshalb auf ihrer Ware sitzengeblieben zu sein. Es sei eine Kündigungsfrist von acht Monaten vereinbart gewesen, die Kollegah nicht eingehalten habe.Kollegah und seine Anwälte bestreiten dies. Die Zusammenarbeit sei einvernehmlich beendet worden. Eine entsprechende Kündigungsfrist sei nicht vereinbart worden. Außerdem sei Kollegah selbst gar nicht Vertragspartner, sondern eines seiner Unternehmen. Nach Angaben des Gerichts sind einige der Vereinbarungen mündlich getroffen worden.+++ 5.50 Uhr “Dorian” trifft auf kanadische Ostküste +++Mit starken Regenfällen hat der Sturm “Dorian” am Samstagabend (Ortszeit) die Ostküste Kanadas erreicht. Als sogenannter posttropischer Zyklon sei “Dorian” nahe Halifax in der Provinz Nova Scotia mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen, teilte die kanadische Wetterbehörde mit. Der Sturm sollte sich nach Nordosten in Richtung von Neufundland und Labrador fortbewegen. Für die Küstengebiete sprach die Behörde eine Warnung vor Sturmfluten mit hohen Wellen aus.Der Energiebetreiber Nova Scotia Power sprach am Samstagabend von “erheblichen Auswirkungen” auf die Stromversorgung in der Region. Erst bei Abschwächung der Winde würden Reparaturen vorgenommen. Zusätzliche Teams stünden bereit. Das Unternehmen postete auf Twitter Fotos von umgeknickten Bäumen und Strommasten. Am vergangenen Wochenende hatte “Dorian” als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Bahamas getroffen, dort über mehrere Tage gewütet, enorme Schäden angerichtet und mindestens 43 Menschenleben gefordert. Am Freitag war “Dorian” dann über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hatte dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle verursacht.+++ 5.35 Uhr: “Joker” gewinnt Godenen Löwen in Venedig +++Der Psychothriller “Joker” ist beim Festival in Venedig mit dem Goldenen Löwen für den besten Film ausgezeichnet worden. Das Werk des US-Amerikaners Todd Phillips erzählt, wie aus einem psychisch kranken Mann der aus Comics bekannte Bösewicht Joker wird – der Erzfeind von Batman. In der Hauptrolle ist der 44-jährige Joaquin Phoenix (“Walk the Line”) zu sehen, der bei der Weltpremiere in Venedig für seine intensive Darstellung mit achtminütigem Applaus gefeiert worden war. Auch die Jury verwies am Samstagabend auf das beeindruckende Spiel des Darstellers.Vor zwei Jahren war der Goldene Löwe zuletzt an eine US-Produktion gegangen: 2017 gewann “The Shape of Water” von Guillermo del Toro die höchste Auszeichnung der Festspiele.Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Große Preis der Jury, ging an “J’accuse” von Roman Polanski. Der 86-jährige Oscarpreisträger (“Der Pianist”) erzählt darin von der Dreyfus-Affäre in den 1890er Jahren, die zu einem Justizskandal in Frankreich führte. Dass Polanskis Film in den Venedig-Wettbewerb eingeladen wurde, hatte bereits im Vorfeld zu Debatten geführt: Der Regisseur hatte in den 1970er Jahren Sex mit einer Minderjährigen. Ihm wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Polanski kam selbst nicht zum Filmfest, den Preis nahm seine Ehefrau Emmanuelle Seigner an.Für die beste Regie wurde der Schwede Roy Andersson ausgezeichnet, der in seinem Melodram “About Endlessness” in kurzen Episoden in die traurigen Seelen von Menschen blickt. Der in Hongkong lebende Yonfan gewann den Preis für das beste Drehbuch für den Animationsfilm “No. 7 Cherry Lane”. Als beste Schauspieler ehrte die Jury den Italiener Luca Marinelli und die Französin Ariane Ascaride. Marinelli gewann die Trophäe für seine Darstellung in “Martin Eden” von Pietro Marcello nach einer Buchvorlage von Jack London, Ascaride für ihre Leistung in dem Sozialdrama “Gloria Mundi” von Robert Guédiguian.Die Dokumentation “La mafia non è più quella di una volta” des Italieners Franco Maresco bekam den Spezialpreis der Jury. Mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller wurde Toby Wallace ausgezeichnet, der in “Babyteeth” der Australierin Shannon Murphy einen Drogensüchtigen spielt. Die deutsche Koproduktion “The Perfect Candidate” der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour ging leer aus.In diesem Jahr konkurrierten im Wettbewerb 21 Beiträge um die Hauptpreise. Präsidentin der Jury war die argentinische Regisseurin Lucrecia Martel. Das Filmfest in Venedig ist das älteste der Welt.08-Trump sagt Treffen mit Taliban ab-6084410618001+++ 5 Uhr: Trump sagt Gespräche mit Taliban ab +++Kurz vor einem erwarteten Abkommen zwischen den USA und den radikalislamischen Taliban hat US-Präsident Donald Trump weitere Friedensverhandlungen völlig überraschend abgesagt. Trump schrieb am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter, er habe ursprünglich für diesen Sonntag in Camp David geheime Treffen mit den Taliban und – getrennt davon – mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani geplant. Wegen eines tödlichen Anschlags in der afghanischen Hauptstadt Kabul, bei dem auch ein US-Soldat ums Leben kam, habe er die Treffen aber abgesagt – und ebenso die weiteren Friedensgespräche mit den Taliban. Ob dies das endgültige Aus für die Verhandlungen beider Seiten ist oder die Gespräche nur ausgesetzt sind, blieb zunächst unklar.Die USA und die Taliban sprechen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts in Afghanistan. Der US-Chefunterhändler Zalmay Khalilzad hatte am Montag gesagt, man habe sich “grundsätzlich” auf ein Abkommen geeinigt. Die “grundsätzliche” Einigung sei aber erst endgültig, wenn sich Trump damit einverstanden erkläre. Sollte Trump zustimmen, könne das Abkommen in den kommenden Tagen verkündet werden.Bei den Gesprächen ging es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban, dass Afghanistan kein sicherer Hafen für Terroristen wird. In der Folge sollten innerafghanische Friedensgespräche geführt werden. Bisher hatten sich die Taliban geweigert, mit der Regierung in Kabul zu sprechen, die sie als “Marionette” des Westens betrachten. Auch ein Waffenstillstand war Thema.Trump schrieb auf Twitter, führende Taliban-Vertreter und Ghani hätten eigentlich am Samstagabend in den USA ankommen sollen, um sich am Sonntag in Camp David mit ihm zu treffen. Fast niemand habe davon gewusst. Leider hätten die Taliban aber, “um ihre Verhandlungsposition zu stärken” einen Anschlag in Kabul begangen, bei dem ein US-Soldat und elf weitere Menschen getötet worden seien. Er habe das Treffen daher sofort gestrichen – und auch die Friedensverhandlungen abgesagt. “Wenn sie keinen Waffenstillstand vereinbaren können während dieser sehr wichtigen Friedensgespräche, dann haben sie wahrscheinlich ohnehin nicht die Macht, ein bedeutsames Abkommen auszuhandeln.”Die radikalislamischen Taliban hatten ihre Angriffswelle in Afghanistan in den vergangenen Tagen fortgesetzt: Bei zwei Autobombenanschlägen in der Hauptstadt Kabul und in der östlichen Provinz Logar waren nach Behördenangaben am Donnerstag mindestens 16 Menschen getötet worden, darunter zwei Nato-Soldaten. Einer der Soldaten war Amerikaner. Das US-Verteidigungsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, am Donnerstag sei ein US-Soldat durch einen Bombenanschlag in Kabul getötet worden. Mit den beiden Autoanschlägen hatten die Taliban innerhalb von fünf Tagen fünf großangelegte Angriffe durchgeführt. News von Samstag, 7. September:+++ 21.07 Uhr: Hurrikan “Dorian” gewinnt etwas an Stärke vor Ankunft an Kanadas Küste +++Hurrikan “Dorian” hat zwischenzeitlich wieder etwas an Stärke gewonnen, kurz bevor er auf die Ostküste Kanadas treffen sollte. Der Wirbelsturm entwickelte am Samstagnachmittag (Ortszeit) Windböen mit einer Geschwindigkeit von 155 Kilometern pro Stunde – ein Wert ganz knapp oberhalb der Schwelle eines Hurrikans der Kategorie zwei. Noch im Laufe des Samstags sollte der Sturm die kanadische Provinz Nova Scotia erreichen. Dort wurden aber keine Auswirkungen von der Dimension der vergangenen Tage erwartet. Die Meteorologen sagten außerdem voraus, dass sich der Sturm bald deutlich abschwächen werde.Am vergangenen Wochenende hatte “Dorian” als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Bahamas getroffen, dort über mehrere Tage gewütet, enorme Schäden angerichtet und mindestens 43 Menschenleben gefordert.+++ 19.18 Uhr: Özdemir will Fraktionschef der Grünen werden +++Der frühere Bundesvorsitzende der Grünen tritt bei der Neuwahl des Fraktionsvorstands am 24. September gemeinsam mit der Bremer Abgeordneten Kirsten Kappert-Gonther an. Das Bewerbungsschreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die beiden wollen Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter ablösen, die erneut für die Doppelspitze kandidieren. Bis zur Bundestagswahl gehe es darum, auch als kleinste Fraktion im Parlament “mit neuem Schwung der Gegenpol einer schwachen Regierung zu sein”. Die beiden stellen darin klar, dass sie für den nächsten Wahlkampf im Bund keine Spitzenkandidatur anstreben. Dafür gelten Grünen-intern die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck als de facto gesetzt.Die Fraktionschefs werden zwar einzeln gewählt und nicht im Team, es muss aber mindestens eine Frau dabei sein. In der Regel sind auch beide Parteiflügel – Linke und sogenannte Realpolitiker – an der Spitze der Fraktion vertreten. Kappert-Gonther gehört wie Hofreiter zu den Parteilinken, Özdemir und Göring-Eckardt sind “Realos”.+++ 17.53 Uhr: Drei Tote durch Taifun “Lingling” in Südkorea +++Durch den Taifun “Lingling” sind in Südkorea mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien Dutzende Menschen verletzt worden, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Knapp mehr als 161 000 Haushalte seien zeitweise ohne Strom gewesen. Auch im abgeschotteten Nordkorea wurden durch den tropischen Wirbelsturm große Schäden befürchtet.Ganz Südkorea stand unter dem Einfluss des Taifuns, der in Richtung Norden über die koreanische Halbinsel hinweg zog. Die Winde waren so stark, dass Bäume einknickten. In Seoul flogen vereinzelt von starken Böen losgelöste Gebäudeteile und andere Gegenstände sowie Zweige auf die Straßen der Hauptstadt. “Lingling” ist der 13. Taifun in diesem Jahr, der auf die Halbinsel traf. Aus Nordkorea lagen zunächst keine Berichte über Schäden vor. +++ 17.29 Uhr: Drei Deutsche sterben bei Bergunglücken in Tirol +++Bei verschiedenen Bergunglücken in Tirol sind drei Deutsche ums Leben gekommen. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA erlag ein 50-Jähriger in der Nacht zum Samstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, nachdem eine dreiköpfige Gruppe am Freitag in den Ötztaler Alpen zehn Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt war. Ein weiterer 50-Jähriger starb laut APA in Häselgehr im Bezirk Reutte, als er 250 Meter in die Tiefe stürzte. In Nassereith im Bezirk Imst verunglückte ein 60-jähriger Deutscher bei einer Klettertour in einem Klettergarten. Bei einer geführten Dreier-Seilschaft stürzte der Mann laut APA rückwärts in das Seil und und blieb kopfüber hängen. Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos.07-“Regenwaldgebiete haben Priorität”-6084285342001+++ 15.33 Uhr: Deutscher stürzt beim Wandern in Österreich in den Tod +++Beim Wandern auf einem Berggrat ist ein Deutscher in den österreichischen Alpen tödlich verunglückt. Wie die Polizei in Innsbruck mitteilte, stürzte der 50-Jährige aus der Nähe von Stuttgart bereits am Freitag in den Lechtaler Alpen 250 Meter über felsiges Gelände in die Tiefe. Die vierköpfige Gruppe, mit der der Mann unterwegs war, wollte von der Wannenspitze auf einem Berggrat zu einem benachbarten Gipfel gelangen, als der 50-Jährige im Nebel auf dem leicht beschneiten Untergrund stolperte und abstürzte, sagte ein Polizeisprecher der dpa.Wegen der schlechten Sichtverhältnisse stiegen Bergretter statt mit dem Hubschrauber zu Fuß zu der Unfallstelle auf, wo sie den Mann in den Abendstunden tot entdeckten. Erst am Samstagmorgen konnte er mittels eines Hubschraubers geborgen werden.+++ 15.10 Uhr: Scheuer will mit Mobilfunkstrategie Funklöcher schließen und 5G beschleunigen +++Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Ausbau des 5G-Netzes beschleunigen und noch bestehende Funklöcher schließen. “In unserem Land muss unterbrechungsfreies Surfen und Telefonieren selbstverständlich werden”, erklärte der Minister in Berlin zu seinem neuen Fünf-Punkte-Plan. Dies müsse “so schnell wie möglich” geschehen. “Eines muss dabei klar sein: Wo kein Mast, da kein Empfang – darum brauchen wir mehr Akzeptanz beim Infrastrukturausbau”, fügte der CSU-Minister hinzu.     Die Bundesregierung will einen schnelleren Netzausbau in für die Mobilfunknetzbetreiber unwirtschaftlichen Regionen wo nötig unterstützen. Im Fokus der Mobilfunkstrategie stehen in dem Fünf-Punkte-Plan Maßnahmen zur Schließung der Lücken im 4G-Netz, eine Beschleunigung des Netzausbaus sowie die Stärkung von “Transparenz, Akzeptanz und der Nutzung vorhandener Ressourcen” wie staatlicher Liegenschaften und Infrastrukturen, wie es auf der Website des Ministeriums hieß.+++ 15.01 Uhr: Indiens Präsident darf nicht durch pakistanischen Luftraum fliegen +++Pakistan hat dem indischen Präsidenten Ram Nath Kovind untersagt, durch den Luftraum des Landes zu fliegen. Hintergrund ist der Kaschmir-Konflikt zwischen beiden Ländern. Die beiden Atommächte streiten seit ihrer Unabhängigkeit vor mehr als 70 Jahren um die Kontrolle über die Region im Himalaya, die sie beide für sich beanspruchen. Man habe entschieden, dass Kovind auf seinem Flug nach Island nicht über Pakistan fliegen dürfe, sagte Außenminister Shah Mehmood Qureshi dem TV-Sender PTV.Örtlichen Medien zufolge wollte der indische Präsident Kovind an diesem Sonntag nach Island fliegen. Bereits vergangene Woche hatte die Regierung von Premierminister Imran Khan gesagt, sie erwäge, den pakistanischen Luftraum für Indien zu schließen.Indiens Regierung hatte dem vorwiegend muslimisch geprägten Bundesstaat Jammu und Kaschmir am 5. August wegen der dortigen Proteste für eine Unabhängigkeit den Teilautonomiestatus entzogen und damit die jüngste Eskalation in der Dauerfehde mit Pakistan ausgelöst. Indiens Premier Narendra Modi will das Kaschmir-Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistisch geprägte Indien integrieren. Bisher hatte die Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen. Pakistan bezeichnete den Schritt als “illegal”.+++ 14.12 Uhr: NPD-Vertreter in Hessen einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt +++Der Ortsbeirat einer hessischen Gemeinde hat einen NPD-Funktionär einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt. Alle sieben anwesenden Vertreter des Ortsbeirats von Altenstadt-Waldsiedlung wählten bereits am Donnerstagabend den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Stefan Jagsch zum Vorsteher, wie die Kreisgeschäftsstelle der CDU Wetterau bestätigte. Darunter waren auch Mandatsträger von SPD, CDU und FDP. Zuvor hatte die Zeitung “Kreis-Anzeiger” darüber berichtet.Die Kreisvorsitzende der CDU Wetterau, Lucia Puttrich, und der Vorsitzende der CDU Altenstadt, Sven Müller-Winter, reagierten in einer gemeinsamen Erklärung “mit Entsetzen und absolutem Unverständnis” auf die Wahl des NPD-Funktionärs. Die NPD verfolge nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts verfassungsfeindliche Ziele, die Wahl eines Politikers dieser Partei sei “für die CDU unfassbar und untragbar”, erklärten Müller-Winter und Puttrich, die auch hessische Ministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten ist. Die “falsche Entscheidung” müsse korrigiert worden, wozu bereits Gespräche aufgenommen worden seien.+++ 14.08 Uhr: Kommt die Kenia-Koalition? CDU in Sachsen will Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD führen +++Der CDU-Landesvorstand in Sachsen hat entschieden, in Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD zu gehen. Das teilten Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und CDU-Fraktionschef Christian Hartmann in Riesa mit. Es gehe darum, “diesem Land eine stabile Regierung zu geben”, sagte Kretschmer nach den Beratungen des erweiterten Landesvorstandes mit den Kreisvorsitzenden der Partei. Dabei wurden die Vorgespräche mit den potenziellen Koalitionspartnern ausgewertet und über das weitere Vorgehen beraten.    Parallel tagten die sächsischen Grünen in Dresden. Ein kleiner Parteitag beriet über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen mit CDU und SPD. Im Vorfeld führten die Parteien bereits informelle Gespräche, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede auszuloten. Der SPD-Landesvorstand gab bereits zu Wochenbeginn einstimmig grünes Licht für die Aufnahme von Sondierungsgesprächen zur Bildung einer schwarz-grün-roten Koalition. Ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD gilt nach der Landtagswahl am Sonntag als einzige mehrheitsfähige Option in Sachsen. Es werden allerdings schwierige Gespräche erwartet.  4+1 Lehren aus den Wahlen 9.30+++ 13.13 Uhr: Iran beschlagnahmt in der Straße von Hormus einen “ausländischen Schlepper” Der Iran hat in der Straße von Hormus einen “ausländischen Schlepper” beschlagnahmt. Bei dem Einsatz seien zwölf Philippiner festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf den Chef der Küstenwache in der Provinz Hormosgan. Der Schlepper “schmuggelte” demnach gut 280.000 Liter Erdöl. Es wurde nicht mitgeteilt, unter welcher Flagge das Schiff unterwegs war. Gegen die Besatzung des Schleppers bestehe der Verdacht, zu einem “Schmugglerring” zu gehören, hieß es weiter.Im Persischen Golf und in der Straße von Hormus gibt es seit Monaten schwere Spannungen. Sie entwickelten sich im Zusammenhang mit dem Streit über das internationale Atomabkommen von Juli 2015, aus dem die USA im Mai 2018 ausstiegen. Im Juli beschlagnahmten die iranischen Revolutionsgarden einen “ausländischen Tanker” und den schwedischen Öltanker “Stena Impero”, der unter britischer Flagge unterwegs war. Ende Juli wurde vom Iran ein weiteres Schiff unter dem Verdacht des Öl-Schmuggels beschlagnahmt, über dessen Herkunft nichts mitgeteilt wurde.07-Ein trauriger Moment für die indische Raumfahrt-6084260502001+++ 13.09 Uhr: Weimarer AfD-Stadtrat aus Fraktion ausgeschlossen +++Nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei ist ein Weimarer AfD-Politiker aus seiner Fraktion im Stadtrat ausgeschlossen worden. Der Beschluss sei nach einer Dringlichkeitssitzung am Freitagabend gefasst worden, sagte ein Sprecher der Fraktion. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet. Mitte vergangener Woche hatte die Polizei den Mann vorübergehend in Gewahrsam genommen. Er soll zuvor vor einem Supermarkt in Weimar mehrere Schüsse mit einer Schreckschusspistole abgefeuert haben. Die alarmierten Beamten soll der betrunkene Mann unter anderem bedroht und beleidigt haben. Nach Willen des Kreisverbands soll der Mann auch aus der Partei ausgeschlossen werden. Das Schiedsgericht der Landespartei muss den Antrag allerdings zunächst prüfen.+++ 13.06 Uhr: Gefangenenaustausch: Flugzeuge mit Gefangenen in Kiew und Moskau gelandet +++Die Flugzeuge mit ukrainischen und russischen Gefangenen sind in Moskau und Kiew gelandet. Auf dem Rollfeld der ukrainischen Hauptstadt warteten neben Präsident Wolodymyr Selenskyj dutzende Angehörige, wie ein AFP-Reporter berichtete. Das russische Staatsfernsehen zeigte die Landung der Maschinen in Moskau. Der Gefangenenaustausch sei ein “erster Schritt” zur Beendigung des Konflikts mit Russland, sagte Selenskyj. Für den Gefangenenaustausch sollen 35 Menschen beider Seiten ausgewählt worden sein.    Unter den Freigelassenen soll auch der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow sein. Er ist der bekannteste politische Gefangene aus der Ukraine. Auch der in der Ukraine festgehaltene Wladimir Zemach komme frei, hieß es aus ukrainischen Regierungskreisen. Er soll für die Luftabwehr der prorussischen Separatisten in Donezk zuständig und am Abschuss der Passagiermaschine des Flugs MH17 über der Ostukraine beteiligt gewesen sein. Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew sind seit Russlands Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim äußerst angespannt.+++ 12.32 Uhr: Churchill-Enkel: Johnson ist überhaupt nicht wie Churchill +++ Der Enkel des legendären britischen Kriegspremiers Winston Churchill (1874-1965), Nicholas Soames, sieht keine Ähnlichkeiten zwischen seinem Großvater und Boris Johnson. Dem aktuellen Premierminister wird nachgesagt, er wolle dem großen Staatsmann, über den er eine Biografie verfasst hat, nacheifern. “Boris Johnson ist überhaupt nicht wie Winston Churchill” sagte Soames der “Times” (Samstag). Sein Großvater sei von seinen Erfahrungen im Leben geprägt worden. “Boris Johnsons Erfahrung im Leben besteht daraus, eine Menge Lügen über die Europäische Union in Brüssel erzählt zu haben und dann Premierminister geworden zu sein”.  Er glaube, sein Großvater würde es nicht befürworten, die “außergewöhnliche Beziehung, die wir mit dieser großartigen Europäischen Union haben” aufzugeben, fügte Soames hinzu.Soames war zusammen mit 20 anderen Tory-Abgeordneten am Dienstag von Johnson aus der Fraktion verbannt worden, weil er für ein Gesetz gestimmt hatte, das einen ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens am 31. Oktober verhindern soll. Das harsche Vorgehen Johnsons gegen seine innerparteilichen Kritiker war auf heftige Kritik gestoßen.+++ 12.31 Uhr: Altkanzler Schröder kritisiert SPD +++Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat das aufwändige Verfahren seiner Partei für die Suche nach einem neuen Vorsitz kritisiert. “Diese langwierige Form von Führungsfindung liegt mir nicht”, sagte Schröder der “Rheinischen Post” vom Samstag. Auch den von der kommissarischen SPD-Führung favorisierten Plan, die Partei künftig von einer Doppelspitze führen zu lassen, beurteilte Schröder skeptisch. “Ich glaube, da wird der Versuch gemacht, etwas zu kopieren, was andere Parteien schon nicht immer als Erfolg erlebt haben”, sagte der frühere SPD-Chef. Er riet den Genossen, “man muss sich auf seine eigenen Stärken besinnen”.Um den SPD-Vorsitz bewerben sich sieben Kandidatenduos und ein Einzelbewerber. Sie müssen sich auf insgesamt 23 Regionalkonferenzen vorstellen, am Samstag lief die dritte in Bernburg an der Saale in Sachsen-Anhalt.+++ 11.35 Uhr: Bergsteiger stirbt nach Sturz in Gletscherspalte +++Nach einem Sturz in eine Eisspalte ist ein deutscher Alpinist in Tirol seinen schweren Verletzungen erlegen. Wie die österreichische Polizei in Innsbruck am Samstag berichtete, wurden zwei weitere Bergsteiger aus seiner Seilschaft bei dem Unfall auf der Wildspitze in den Ötztaler Alpen verletzt. Der 50-Jährige aus der Nähe von Dortmund – nähere Angaben gab es nicht – war am Freitag als Teil einer fünfköpfigen Gruppe zu dem 3768 hohen Gipfel aufgebrochen. Während zwei Alpinisten unterwegs umkehrten, erreichten die anderen den Gipfel. Beim Abstieg stürzten die drei aus unbekannter Ursache einen steilen Schneehang hinunter und danach rund zehn Meter tief in eine Gletscherspalte. Einer von ihnen konnte mit dem Mobiltelefon einen der umgekehrten Kollegen kontaktieren, der daraufhin Rettungskräfte alarmierte. Bei schwierigen Wetterbedingungen erreichten Helfer die Unfallstelle nach einigen Stunden. Der 50-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik nach Innsbruck gebracht, wo er in der Nacht zum Samstag starb.+++ 10.27 Uhr: Berichte: Ukraine und Russland vor großem Gefangenenaustausch +++  Im Ukraine-Konflikt bereiten Moskau und Kiew ihren angekündigten großen Gefangenenaustausch vor. Das meldeten russische und ukrainische Medien am Samstag. Die Gefangenen wurden dem Vernehmen nach auf die Flughäfen in Moskau und Kiew für die Rückkehr in die Heimat gebracht. Das russische Staatsfernsehen berichtete live vom Flughafen Wnukowo-2 in Moskau. Dort kamen zwei Busse an, in denen auch die 24 ukrainischen Seeleute sitzen sollen, die seit November in Russland inhaftiert waren. Zu sehen waren die Inhaftierten aber nicht.Auch auf dem ukrainischen Flughafen Borispol in Kiew seien Inhaftierte, deren Übergabe Russland verlangt hatte, hieß es. Zudem warteten dort Angehörige etwa des ukrainischen Regisseurs Oleg Senzow. Er ist seit fünf Jahren in Haft in Russland. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Inhaftierte für die Übergabe an Russland begnadigt.Kremlchef Wladimir Putin hatte am Donnerstag den großen und richtungsweisenden Austausch angekündigt, der die Beziehungen beider Länder verbessern soll. Ausgetauscht werden sollten auf jeder Seite 35 Gefangene. Offiziell bestätigt war die Zahl zunächst nicht. Putin und Selenskyj hatten seit Tagen darüber gesprochen, dass der Austausch kurz bevorstehe.Israel Libanon Gefechte 12.45+++ 10.19 Uhr: Israel greift nach Raketenangriffen aus Gazastreifen mutmaßliche Hamas-Ziele an +++Nach Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee in dem Palästinensergebiet mutmaßliche Stellungen der radikalislamischen Hamas angegriffen. In der Nacht zum Samstag seien fünf Geschosse aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Sie seien auf unbebautem Gebiet niedergegangen. Als Reaktion hätten israelische Kampfflugzeuge und Panzer “eine Reihe militärischer Hamas-Ziele im nördlichen Gazastreifen”, darunter Militärstellungen, angegriffen, hieß es von der israelischen Armee. Aus Sicherheitskreisen der Hamas verlautete, bei den Angriffen habe es keine Opfer gegeben.    Bei Auseinandersetzungen an der Grenze des Gazastreifens hatte die israelische Armee nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums am Freitag zwei palästinensische Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren erschossen. 46 weitere Palästinenser wurden demnach verletzt.    Die israelische Armee erklärte, tausende Palästinenser hätten sich am Freitag an “besonders gewalttätigen” Protesten am Grenzzaun beteiligt. Sie warfen demnach Brandbomben und Sprengsätze auf israelische Soldaten.  An der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel protestieren seit März 2018 jede Woche Palästinenser gegen die israelische Blockade des Küstenstreifens. Die Demonstrationen münden häufig in Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten. Seither wurden mindestens 308 Palästinenser getötet, die meisten während solcher Proteste und Zusammenstöße.+++ 10.11 Uhr: Kanzlerin in China: Klimaschutz ist eine internationale Aufgabe +++Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, den Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben. Die CDU-Politikerin nahm dabei am Samstag vor Studierenden an der Huazhong-Universität in Wuhan auch China in die Pflicht. Angesichts der Größe und der Wirtschaftskraft des Landes sei die internationale Gemeinschaft auch auf einen wichtigen Beitrag von hier angewiesen. Der Klimawandel werde von allen verursacht. Deswegen müssten sich alle darum kümmern. “Klimaschutz ist Verantwortung für alle.” Merkel war zum zwölften Mal nach China gereist. Mit Wuhan in der Provinz Hubei hat sie nunmehr die Hälfte aller Provinzen des Landes besucht. Wuhan ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort für deutsche Unternehmen. Die Kanzlerin sagte weiter, angesichts der Globalisierung seien gemeinsame Regeln unverzichtbar. Es bedürfe multilateralen Handelns, nicht Protektionismus, etwa im Handel. “Denn Protektionismus schadet am Ende uns allen.” Man müsse sich für eine Politik entscheiden, die die nationalen wie internationalen Interessen im Auge behalte. Multilaterales Handeln zahle sich aus, das sehe man an China. Viele Millionen Menschen hätten hier einen Weg aus der Armut gefunden. Heute zähle das Land zu den wichtigsten Akteuren in der internationalen Politik. Das bedeute auch Verantwortung bei Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit. Kritisch äußerte sich Merkel über die Einführung eines sogenannten Sozialpunkte-Systems in China. In Europa werde dies für schlecht gehalten, sagte sie vor den Studenten. Dort gebe es eine Datensouveränität des Bürgers. Das sei also eine spannende ethische Diskussion, die die Welt noch sehr beschäftigen werde. +++ 9.53 Uhr: Taifun richtet Schäden in Südkorea an +++Der Taifun “Lingling” hat in Teilen Südkoreas am Samstag Stromausfälle, Gebäudeschäden sowie Verkehrsbehinderungen verursacht. Eine Frau sei in Boryeong südwestlich von Seoul ums Leben gekommen, als sie von starken Winden erfasst worden sei, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Laut Berichten des Rundfunksenders KBS war die Stromversorgung von etwa 30 000 Haushalte auf der südlichen Insel Jeju und den südwestlichen Provinzen Süd- und Nord-Jeolla zeitweise unterbrochen. Etwa 40 Gebäude seien beschädigt worden.Ganz Südkorea stand unter dem Einfluss des tropischen Wirbelsturms, der in Richtung Norden über die koreanische Halbinsel hinweg zog. Besonders stark betroffen war die Westküste des Landes.+++ 9.30 Uhr: Neuer Militärchef in Nordkorea +++Nordkorea hat einen neuen Militärchef: Der Artillerie-Experte General Pak Jong Chon sei zum Generalstabschef der nordkoreanischen Volksarmee ernannt worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitagabend. An der Zeremonie nahm demnach auch Machthaber Kim Jong Un teil. Pak löste Ri Yong Gil ab, einen Experten für Militäreinsätze.     Experten zufolge könnte die Ernennung von Pak darauf hindeuten, dass Nordkorea die Entwicklung neuer Waffen plane. Mit ihm sei es “wahrscheinlicher, dass Pjöngjang der Artillerie mit ihren neuen Waffensystemen Priorität einräumt”, sagte Ahn Chan Il, der aus Nordkorea geflohen ist und nun in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul forscht, der Nachrichtenagentur AFP.  In diesem Zusammenhang sei es bemerkenswert, dass Pak Machthaber Kim zum Test neuer Waffen begleitet habe, sagte Ahn. Im August hatte Kim gemeinsam mit Pak dem Test von Geschossen beigewohnt, bei denen es sich nach Angaben aus Pjöngjang um “neuartige taktische Lenkraketen” handelte. Auch zum Test eines Raketensystems im Juli reisten Kim und Pak nach damaligen KCNA-Angaben gemeinsam.+++ 8.51 Uhr: Indien verliert Kontakt zum Mondlander +++ Die indische Raumfahrtbehörde hat nach eigenen Angaben kurz vor ihrer ersten geplanten Mondlandung die Kommunikation zu ihrem Lander “Vikram” verloren. Der Kontakt sei erloschen, als “Vikram” gut zwei Kilometer über der Oberfläche des Erdtrabanten flog, sagte der Chef der indischen Raumfahrtbehörde Isro, Kailasavadivoo Sivan, in der Nacht zum Samstag (Ortszeit). Der indische Premierminister Narendra Modi sagte zu den Wissenschaftlern: “Indien ist stolz auf euch. Ihr habt euer Bestes gegeben.” Ob “Vikram” auf der Mondoberfläche zerschellte, sagten die Wissenschaftler zunächst nicht. Indien hatte versucht, das vierte Land zu werden, dem eine kontrollierte Landung auf dem Erdtrabanten gelingt – nach den USA, der Sowjetunion und China. Im Frühjahr stürzte bereits eine israelische Sonde beim Landeversuch auf dem Mond nach einem technischen Fehler ab.+++ 7.21 Uhr: Altmaier fordert Freiheit für E-Scooter +++Ungeachtet der wachsenden Kritik an E-Scootern ist Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gegen strengere Regeln für diese Gefährte. “Der Wirtschaftsminister ist für Freiheit im Straßenverkehr”, sagte Altmaier den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Wichtig sei, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet bleibe “und dass durch E-Scooter nicht mehr Leute zu Schaden kommen als zum Beispiel durch Fahrräder oder Motorräder”. Es gebe ohnehin schon “mehr als genug Verbote”.    “Wir haben seit vielen Jahren ein Nebeneinander von unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Jetzt sind E-Scooter der neueste Schrei”, konstatierte Altmaier.    Die elektrischen Tretroller sind seit Mitte Juni auf deutschen Straßen erlaubt. Nutzer dürfen maximal 20 Stundenkilometer damit fahren und müssen Fahrradwege nutzen – wenn es diese nicht gibt, die Straße. Nicht erlaubt ist das Fahren auf Fußwegen und in Fußgängerzonen. Der Unmut über die E-Scooter wächst derzeit. Vor allem an wild abgestellten Rollern und rücksichtslosen Fahrern entzündet sich Kritik.+++ 6.21 Uhr: Deutsche Wikipedia von Online-Angriff lahmgelegt +++Berlin (dpa) – Die deutsche Version des Online-Lexikons Wikipedia und einige andere Ausgaben in Europa sind am Freitag von einer Online-Attacke lahmgelegt worden. Die Gesellschaft Wikimedia Deutschland berichtete am Abend von einem sogenannten DDOS-Angriff. Bei solchen Attacken werden Server mit einer Flut sinnloser Anfragen bombardiert, bis sie in die Knie gehen. Große Websites haben meist Schutzmechanismen dagegen. Die Wikimedia sprach so auch von einem “massiven und sehr breit angelegten” Angriff. Kurz vor Mitternacht ließen sich die Wikipedia-Seiten kurzzeitig wieder aufrufen, bevor wieder nichts ging. Auch Nutzer unter anderem in Großbritannien und Frankreich meldeten Probleme.Bei Twitter verkündeten Unbekannte hinter einem frisch eingerichteten Account, sie steckten dahinter. Um die Authentizität der Behauptung zu untermauern, verkündeten sie kurz vor Mitternacht, die Attacke für kurze Zeit auszusetzen, bevor sie wieder hochgefahren werde. In diesem Zeitraum war die Online-Enzyklopädie dann tatsächlich erreichbar. Sie wollten neue Angriffswerkzeuge ausprobieren und die Attacke werde nach einigen Stunden gestoppt, hieß es bei dem Twitter-Account.+++ 0.55 Uhr: Schäuble kritisiert deutsche Politik bei Nord Stream 2 +++Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat das Vorgehen der deutschen Politik im Zusammenhang mit der umstrittenen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 kritisiert. “Die Sichtweise unserer östlichen Nachbarn übergangen zu haben, gehört nicht zu den Glanzpunkten deutscher Politik und hat viel Vertrauen zerstört”, schrieb er in einem Gastbeitrag für die Samstagsausgabe der Zeitung “Die Welt”.    Gleichzeitig kritisierte Schäuble die osteuropäischen Länder dafür, im Nachhinein gegen das Projekt zu arbeiten. “Das Projekt auf Umwegen zu sabotieren, ist aus gesamteuropäischer Sicht trotzdem keine vernünftige Lösung.”    Der Bau der zusätzlichen direkten Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland ist umstritten. Diese würde die strategische und wirtschaftliche Bedeutung alternativer Pipelines und traditioneller Transitländer weiter schwächen. Das betrifft zum einen das ukrainische Leitungsnetz, zum anderen die quer durch Weißrussland und Polen verlaufende Jamal-Europa-Pipeline. Die USA und Polen gehören zu den schärfsten Kritikern des von Deutschland verfochtenen Projekts. Die Regierungen der beiden Länder kritisieren, dass Deutschland sich mit der Gaspipeline zu sehr von russischem Gas abhängig mache. +++ 0.30 Uhr: “Dorian” zieht weiter nach Kanada +++Hurrikan “Dorian” ist über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hat über dem Atlantik seinen Kurs in Richtung Kanada fortgesetzt. Der Wirbelsturm sollte am Samstag in relativ großer Entfernung zur US-Küste an den Staaten Neuenglands vorbeiziehen, darunter etwa New York, Massachusetts und Maine, erklärte das Nationale Hurrikan-Zentrum am Freitag (Ortszeit). Im weiteren Verlauf sollte “Dorian” ab Samstagabend als abgeschwächter Sturm über Nova Scotia im äußersten Nordosten Kanadas hinwegziehen. “Dorian” traf als Hurrikan der Kategorie eins von fünf in North Carolina auf eine Gruppe vorgelagerter Inseln und brachte Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde mit sich. Dort kam es zu Überschwemmungen, Häuser wurden abgedeckt und Bäume knickten um. Rund 200 000 Haushalte verloren ihre Stromversorgung. Am Freitagnachmittag (Ortszeit) bewegte sich der Sturm mit gleicher Stärke wieder über dem Meer. Das Sturmsystem zog über dem Atlantik mit knapp 40 Stundenkilometern Richtung Kanada voran. +++ 0.22 Uhr: Amazonas-Länder wollen “Überleben unseres Planeten” sichern +++Angesichts der dramatischen Brände im Amazonas-Gebiet sind die betroffenen Länder in Kolumbien zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen, bei dem allerdings Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro fehlte. Zum Auftakt forderte Kolumbiens Präsident Ivan Duque am Freitag in Leticia, der Schutz der Region müsse unbedingt verbessert werden. “Dies ist entscheidend für das Überleben unseres Planeten.” Bolsonaro seinerseits forderte seine Kollegen per Videoschaltung auf, die Souveränität über die Region nicht aus der Hand zu geben.    An dem Treffen nahmen die Präsidenten der Amazonas-Länder Kolumbien, Peru, Ecuador und Bolivien teil. Aus Suriname kam der Vize-Präsident, Guyana schickte seinen Umweltminister. Brasilien, zu dem der größte Teil der Amazonas-Wälder zählt, war mit Außenminister Ernesto Araújo präsent.   Brasiliens Staatschef Bolsonaro hatte seine Teilnahme aus medizinischen Gründen abgesagt, er soll am Sonntag operiert werden. Per Videoschaltung forderte er von seinen Kollegen Widerstand gegen Versuche, den Schutz des Regenwaldes zu internationalisieren: “Wir müssen eine starke Position einnehmen und unsere Souveränität verteidigen, so dass jedes Land die beste Politik für die Amazonas-Region entwickeln kann. Wir dürfen das nicht in die Hände von anderen Ländern geben.”  Im größten Tropenwald der Welt, der für das globale Klima eine entscheidende Rolle spielt, wüten derzeit die schwersten Brände seit Jahren. Der Rechtsaußenpolitiker und Klimaskeptiker Bolsonaro ergriff nur widerwillig Gegenmaßnahmen und steht deshalb international in der Kritik.



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Publish date : 2019-09-08 15:42:00

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