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Urteil: Rucksack-Touristinnen in Marokko enthauptet: Gericht verurteilt Mörder zum Tode

Urteil: Rucksack-Touristinnen in Marokko enthauptet: Gericht verurteilt Mörder zum Tode




Todesstrafen für ihre Mörder: Im Prozess um die mutmaßlich islamistisch motivierte Ermordung zweier skandinavischer Rucksack-Touristinnen in Marokko sind drei 25 bis 30 Jahre alte Angeklagte zum Tode verurteilt worden. Das entschied ein Gericht im marokkanischen Salé am Donnerstag. Die Männer hatten den Mord an den jungen Frauen aus Dänemark und Norwegen gestanden.Hauptverdächtiger bittet Gott um Vergebung”Es gibt keinen Gott neben Gott”, sagte der Hauptverdächtige Abdessamad E., der in traditioneller salafistischer Kleidung vor Gericht erschien, während der letzten Anhörung am Donnerstag. “Lass ihn mir vergeben”, fügte er an. 27: Staatsanwälte fordern Todesstrafe für Mord an RucksackTouristinnen in Marokko – d9439ded5074830fDie Staatsanwaltschaft hatte bereits im Dezember die Todesstrafe für E. und seine beiden Komplizen, den 33-jährigen Rachid A. und den 27-jährigen Younes O., gefordert. Die Staatsanwälte gehen davon aus, dass E. der Anführer des für die Morde verantwortlichen Dschihadistennetzwerks war. Auch die Mutter des dänischen Mordopfers hatte die Todesstrafe gegen die Täter gefordert. “Am gerechtesten wäre es, gegen diese Bestien die Todesstrafe zu verhängen, die sie verdienen”, hatte die Dänin vergangene Woche in einem von ihrem Anwalt vor Gericht verlesenen Brief erklärt. Der Anwalt der dänischen Opferfamilie, Khaled El Fataoui, sagte der Nachrichtenagentur AFP vor der Urteilsverkündung: “Wir erwarten Strafen, die der Grausamkeit der Tat entsprechen.”Rucksack-Touristinnen wurden beim Zelten in Marokko ermordetDie 24-jährige dänische Studentin und ihre vier Jahre ältere norwegische Freundin waren im Dezember beim Zelten im Atlas-Gebirge brutal ermordet worden. Die Leichen der zwei jungen Touristinnen waren Mitte Dezember in der Nähe des Berges Toubkal gefunden worden
© 2m/2M/In einem nach dem Mord verbreiteten Video hatten die mutmaßlichen Täter dem Anführer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue geschworen. Ein weiteres Video zeigte die Enthauptung eines der beiden Opfer.Angeklagte von IS-Ideologie inspiriertInsgesamt standen in dem Mordfall 24 Angeklagte vor Gericht. Ihnen wurde vorsätzlicher Mord, illegaler Waffenbesitz und die Gründung einer Terrorgruppe vorgeworfen. Alle außer den drei Hauptangeklagten hatten sich während des Prozesses als IS-Anhänger bezeichnet. Für einen 33-jährigen Klempner plädierte die Staatsanwaltschaft auf lebenslange Haft. Er hatte die drei Hauptverdächtigen begleitet, den Tatort aber kurz vor den Morden verlassen. Jesidin Sexsklavin trifft auf IS-PeinigerFür einen weiteren Mann forderte die Staatsanwaltschaft 20 Jahre Haft. Er hat die spanische und die schweizerische Staatsangehörigkeit inne und ist zum Islam konvertiert. Er soll den Haupttätern beigebracht haben, wie sie verschlüsselte Nachrichten verschicken und Waffen benutzen.Die anderen Angeklagten bekamen Freiheitsstrafen zwischen fünf und 30 Jahren. Nach Auffassung der Ermittler waren alle Verdächtigen von der IS-Ideologie inspiriert, hatten aber keinen Kontakt zu den Dschihadisten in Syrien oder dem Irak. Der IS selbst reklamierte die Tat nie für sich.Der Mord hatte in Marokko zu einem öffentlichen Aufschrei geführt, viele Marokkaner hielten Mahnwachen für die Opfer ab. Die Todesstrafe wird in Marokko zwar verhängt, in der Regel aber nicht ausgeführt.



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Publish date : 2019-07-18 17:40:34

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